Für eines unserer Sozialprojekte in diesem Jahr machte sich erneut eine freiwillige Gruppe von Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen auf den Weg. Dieses Mal in das Frauenhaus Germering des Vereins Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e. V. Nach unserem Einsatz auf dem Therapiehof Alte Mühle Bruck und dem Social Day mit dem Bund Naturschutz in der Aubinger Lohe konnten wir dort ganz praktisch unterstützen – genau dort, wo im Arbeitsalltag oft wenig Zeit für zusätzliche Aufgaben bleibt.
Ein Ort, der Frauen und Kindern Schutz bietet
Der Verein Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e. V. setzt sich seit 1984 für Frauen und Kinder ein, die von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie von Stalking betroffen sind. Neben Beratung und Unterstützung bietet das Frauenhaus in Germering einen geschützten Ort für Betroffene.
Das barrierearme Frauenhaus wurde 2022 eröffnet und war das erste Frauenhaus in Bayern mit öffentlich bekannter Adresse. Möglich wird dieses Konzept durch ein umfassendes Sicherheitskonzept. Gleichzeitig soll die sichtbare Anlaufstelle dazu beitragen, das Thema häusliche Gewalt stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und betroffenen Frauen den Zugang zu Hilfe zu erleichtern.
Die modernen Räumlichkeiten bieten Platz für bis zu neun Frauen und 16 Kinder. Neben den Apartments gehören dazu unter anderem Büroräume, eine Spielecke, ein Pausenraum sowie Gemeinschaftsbereiche.
Akkuschrauber statt Laptop
Schon bei unserer Ankunft war klar: Dieser Einsatz war bestens vorbereitet. Für jedes Möbelstück gab es einen festen Platz, alle Materialien lagen bereit und anhand von Fotos war genau ersichtlich, wie die Räume am Ende aussehen sollten. Das sorgte nicht nur für einen reibungslosen Start, sondern auch für zufriedene Projektmanagerinnen in unseren Reihen.
Wir teilten uns in zwei Teams auf. Während eine Gruppe den Pausenraum mit neuen Tischen, Stühlen, einem Sessel und einer Kommode ausstattete, machte sich das zweite Team an den Aufbau eines Klappbetts und weiterer Möbel für einen zukünftigen Beratungsraum.
Natürlich lief nicht alles ganz ohne Herausforderungen. Die berühmten IKEA-Anleitungen sorgten zwischendurch für kleine Diskussionen, und bis die Fronten der Kommode wirklich bündig saßen, war etwas Geduld gefragt. Auch das Klappbett erwies sich als deutlich zeitaufwendiger als gedacht – sodass der geplante Aufbau eines Schranks auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste. Da aber alle restlichen großen und kleinen Möbel zusammengeschraubt und -gesteckt werden konnten, ließ sich davon niemand die Freude über den erfolgreichen Nachmittag nehmen.
Und ja, ein paar kleine Erinnerungen an den Nachmittag gab es auch: ein paar Helferinnen nahmen einen Kratzer an den Händen mit nachhause. Zum Glück nichts Ernstes.
Mehr als nur Möbel aufbauen
Mit den neu eingerichteten Räumen entstehen bessere Voraussetzungen für den Arbeitsalltag im Frauenhaus. Der Pausenraum bietet den Mitarbeitenden künftig einen Ort, um wirklich einmal durchzuatmen. Gleichzeitig können Räume flexibler genutzt werden – etwa für ungestörte Teammeetings oder geschützte Beratungsgespräche.
Zwischendurch blieb auch Zeit für Pizza, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Vor allem aber für Gespräche mit den Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Helferinnen, die uns einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben.
Vielen Dank an Martina sowie an Bea, Andrea und das gesamte Team des Frauenhauses Germering für die herzliche Organisation, die tolle Vorbereitung und die Möglichkeit, euch an diesem Tag zu unterstützen.
Unsere Initiative geht weiter
Mit diesem einen unserer drei Sozialprojekte in diesem Jahr setzen wir unsere Initiative für gesellschaftliches Engagement fort. Wir freuen uns schon auf das nächste Projekt beim Bund Naturschutz in Bayern e.V.!
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